Personalia

Das RWG verabschiedete Schulleiter Martin Graß

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memory„Zimmer frei" - unter diesem Motto stand die letzte schulische Herausforderung, die Oberstudiendirektor Martin Graß am vergangenen Freitag meistern musste. In einer „Late-Morning-Talk-Comedy-Spielshow" wurde er eingehend auf seine WG-Tauglichkeit geprüft, bevor ihm - so schließlich das einhellige Votum der anwesenden Gäste - ein Zimmer in der Wohngemeinschaft der Ehemaligen sicher war.
Als erster Talk-Gast erklärte Landrat Rainer Kaul: „Ich bin ein Fan von Herrn Graß." Mit seinem trockenen, tiefgründigen Humor, seiner Offenheit und Geradlinigkeit sei Graß für den Schulträger immer ein verlässlicher Partner gewesen, auch wenn er seine Position stets „knallhart" vertreten habe.
Diesem Urteil stimmte Schulelternsprecher Wolfgang Becker sofort zu. Die Elternschaft habe auf Augenhöhe mit dem Schulleiter sprechen können, Kompromissbereitschaft habe seinen Umgang mit den Eltern bestimmt.
Nicole Baumgartner hob als Vertreterin des Kollegiums ebenfalls hervor, Graß habe die Schule als weitsichtiger Kapitän geführt und seine Mannschaft so auf Kurs gehalten. „Leben und leben lassen" sei seine Maxime gewesen.
Schülersprecherin Jasmin Meyer prägte das Bild der „Arche Noah" für das Rhein-Wied-Gymnasium. Sie bestätigte, dass es Graß gelungen sei, die „bunte Meute" der Schulgemeinschaft zusammenzuhalten. Die Schülerschaft habe sich seiner kooperativen Unterstützung immer sicher sein können.
Der scheidende Schulleiter musste sich immer wieder den Fragen und Spielideen der beiden Moderatorinnen Manuela Maas-Köppe und Dr. Petra Dülmer-Jorde stellen: Dass er herzhafte Hausmannkost bevorzuge, auch gerne einfache Küchendienste verrichte, mache ihn ebenso wie seine handwerklichen Fähigkeiten und sein Teamgeist als langjähriger Torhüter in der Direktorenfußballmannschaft zu einem unverzichtbaren Mitglied einer jeden Wohngemeinschaft. Und auch sein Selbstverständnis als Schulleiter prädestiniere ihn für den Kreis der Ehemaligen. Angesprochen auf die sehr spartanische Einrichtung seines Büros, bekannte er: „Jedes Stück Kreide für die Schüler ist wichtiger als der Ledersessel für den Chef." Das RWG sei ihm ans Herz gewachsen. Für die Zukunft der Schule wünsche er sich, dass das Profil der Schule im Sinne der bisherigen pädagogischen Konzeption weiter geschärft werde. „Im Team sind wir unschlagbar" gab er der Schulgemeinschaft mit auf den Weg.
Mit diesem Bekenntnis zu „seiner" Schule standen dem künftigen Schulleiter a.D. die Türen der Ehemaligen-WG endgültig offen. Dies musste auch Studiendirektorin Martina Backmann als Vertreterin der ADD Koblenz anerkennen. Rückblickend auf die 14-jährige Schulleitertätigkeit lobte sie den Innovationswillen des leidenschaftlich engagierten Pädagogen. Sein oftmals kämpferisches Handeln habe sich immer am Wohl der Schule orientiert. Selbstbewusst habe er der Schule wichtige Impulse gegeben und so den guten Ruf des Rhein-Wied-Gymnasiums gefestigt. Mit der Urkunde des Ministerpräsidenten Kurt Beck besiegelte sie schließlich offiziell die Aufnahme in die Wohngemeinschaft der Pensionäre.