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Rhein-Wied-Gymnasium nimmt an Europa-Projekt teil

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Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau

rwg_landauBis an die Universität Koblenz-Landau hat sich die vorbildliche Demokratie-Arbeit am Rhein-Wied-Gymnasium (RWG) herumgesprochen. Das hat die Hochschule zum Anlass genommen, das RWG als Teilnehmer an einem Forschungsprojekt der Europäischen Union zu gewinnen. Schulleiter Horst-Dieter Meurer unterzeichnete jetzt den Vertrag mit dem „Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung" der rheinland-pfälzischen Universität. Das Projekt ist Teil des EU-Bildungsprogramms für Lebenslanges Lernen. Es dauert zwei Jahre und trägt den Titel „I am not scared", zu Deutsch frei übersetzt „Ich habe keine Angst". Ziel der Untersuchungen ist es, europaweit nach Strategien zu suchen, wie Mobbing bekämpft werden kann. Somit soll die Prävention verbessert werden. Die Ergebnisse sollen dann den Schulen in der ganzen EU zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sollen sie in die Lehrerausbildung einfließen. Darüber hinaus sollen die Resultate via Internet und in Publikationen allen Interessierten offen stehen.
Dazu erklärt Zentrums-Leiter Dr. Roland Arbinger, der zu den Vorgesprächen eigens in die Deichstadt gekommen war: „Wir suchen uns natürlich die Schulen ganz gezielt aus." Das Rhein-Wied-Gymnasium habe ihn und sein Team durch dessen innovatives und kohärentes Modell überzeugt, ergänzt der Diplom-Psychologe. Solche vorbildlichen Modelle würden immer wichtiger, ist er überzeugt. Das sei auch daran zu erkennen, dass auf EU-Ebene dem Thema „Bullying", wie Mobbing im Fachjargon heißt, immer mehr Aufmerksamkeit zuteil werde, so Arbinger.
Das Rhein-Wied-Gymnasium gehört nun zu einem erlesenen Kreis von Schulen aus neun europäischen Staaten, an denen Fallstudien zu „I am not scared" durchgeführt werden: Bis zu zehn Schulen pro Land sind außer in Deutschland, in Belgien, Bulgarien, Griechenland, Großbritannien, Litauen, Rumänien und Spanien mit von der Partie. Befragt werden im Rahmen des ersten Projektteils ausgewählte Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern. Am RWG laufen bereits intensiv die Vorbereitungen, denn die Interviews müssen noch im Herbst diesen Jahres durchgeführt werden. Schnell fanden sich hierfür interessierte Schüler aus der Mittelstufe. Auch die ersten Eltern haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, ebenso die Lehrer. Im Februar kommenden Jahres wird es dann eine große transnationale Konferenz geben, an der sich die Beteiligten aus allen neun Staaten austauschen. Die Universität Koblenz-Landau ist für den sog. Nationalbericht für Deutschland zuständig. Für den Gesamtbericht ist das norditalienische „Istituto di Istruzione Superiore Don Lorenzo Milani" verantwortlich.
Bei diesem einen Projekt soll es nicht bleiben: Die Universität Koblenz-Landau und das Neuwieder Gymnasium wollen auch in Zukunft miteinander kooperieren. Schulleiter Meurer freut sich schon jetzt über die neu geknüpften Beziehungen, die das Profil der RWG weiter schärfen.

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