Ausbildung zum Streitschlichter
Von: Admin Aktualisiert: 16.06.2010 um 18:17
Am ersten Maiwochenende fand vom 30.04.-02.05.2010 am RWG eine Ausbildung zum Streitschlichter statt. Organisiert wurde das Ganze von der AG Schüler helfen Schülern,
Eine teilnehmende Schülerin verfasste einen Bericht, den sie uns zur Verfügung stellte.
Mit eher gemischten Gefühlen trat ich dem ersten Tag unserer Ausbildung entgegen. Einerseits war ich gespannt, was uns erwarten würde, andererseits machte ich mir Gedanken über die Zusammenarbeit in unserer kleinen Gruppe.
Auch in den ersten Minuten, in denen Herr Wildfeuer sich selbst und sein Konzept vorstellte, kamen mir Zweifel, ob es sich lohnen würde, mein gesamtes Wochenende für die Ausbildung aufs Spiel zu setzten. Doch entgegen allen Befürchtungen ging es überraschend gut weiter. Schon bei der Vorbereitung unserer Steckbriefe haben wir uns gut verstanden und zusammen gelacht.
Erste Übung: Der Blickkontakt. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich meine Rede ganz gut im Griff haben würde. Allerdings hatte ich vier Minuten völlig falsch eingeschätzt und während der größte Teil meiner Gruppe schon ziemlich gute Reden gehalten hatte, stand ich nun da, versuchte alle Kriterien, die wir bei den anderen zusammen heraus gefiltert hatten, zu erfüllen ... ich scheiterte. Mein Kopf war leer. Aber, hey, was soll's. Auch aus Fehlern lernt man. So hab ich zum Beispiel in der Woche darauf meinen Part im Religions-Referat ganz locker rüber gebracht.
Auch nochmal zu vertiefen, wie man ein Feedback richtig aufbaut, bzw. gibt, war hilfreich.
Der ganze Tag ging schon fast zu schnell vorbei. Aber es gab ja noch den zweiten. Und schon wegen dem ‚aktiven Zuhören‘ war ich gespannt, wie es weiter geht. Aber auch auf die lustige, lockere Atmosphäre in unserer Gruppe hab ich mich gefreut. Meine diesmal höheren Erwartungen an den zweiten Tag wurden auch keineswegs enttäuscht. Das aktive sowie gewaltfreie Zuhören war noch interessanter, als ich es mir vorgestellt hatte. Allerdings war mein persönlicher Höhepunkt des Tages die Mittagspause. Nicht weil ich froh war, aus der Bibliothek rauszukommen, sondern einfach, weil ich mich in der gesamten Gruppe wohl gefühlt habe, und es wirklich Spaß gemacht hat, gemeinsam tailändisch bzw. chinesisch zu essen.
Auch wenn die Themen der Rollenspiele zu schwierigen Situationen nicht wirklich lustig waren, haben uns Herr Ostermann und Lisa mit ihrem überraschend gutem Schauspieltalent zum Lachen gebracht. Auch, dass in dem zweiten Gespräch nicht wirklich eine Lösung gefunden wurde, war hilfreich, so haben wir gelernt, dass es nichts nützt, seine Hilfe aufzuzwingen. Es ist wichtig, zu zeigen, dass man da ist und Zeit zum Reden hat.
Am Sonntag, dem dritten und letzten Tag des ersten Blocks, konnte man uns allen ansehen, dass das Wochenende Spuren hinterlassen hatte. Man denkt vielleicht, es ist ganz locker und einfach, eben mal ein paar Stunden rum zu sitzen und ein bisschen zuzuhören. Aber das ist nicht der Fall. Das ganze theoretische und praktische Arbeiten hat mich dazu gebracht, abends einfach nur noch ins Bett zu fallen. Dennoch war auch der letzte Tag wichtig für mich. Zu lernen, wie man in einer Klasse Entscheidungen trifft, ist in meiner Klasse hilfreich.
Auch die Übung zu den „Reflecting Teams" war sehr interessant.
Meiner Meinung nach hat es sich wirklich gelohnt, dieses Wochenende zu ‚opfern'. Ich denke, dass wir schon jetzt einiges für unsere Ag gelernt haben und auch der ‚Zusammenhalt' bzw. das Umgehen mit- und untereinander in der Gruppe wurde gestärkt. - Danke dafür!
,,Demokratie braucht Menschen, die sie leben.''
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Kommentare
tja vor allem wenn man aufmerksam mit kopfhörern auf den ohren der schulung folgt :*
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