This website works best with JavaScript enabled
logo   BildHeader

1 ErikaGrundmannWie seit vielen Jahren üblich mussten auch in diesem Jahr die Abiturienten am Ende des Kunstunterrichtes als Abschlussarbeit ein bekanntes Kunstwerk kopieren und durch Umarbeiten oder Zusätze als eigenes Werk ausweisen. Die Originale hatten die Schüler bei der jährlichen Kunstexkursion im Herbst 2017 im Museum Ludwig in Köln kennengelernt, vor Ort skizziert und ihre technische Herstellung analysiert.

Die Ergebnisse sind bewundernswert und zeigen nicht nur eine differenzierte Auseinandersetzung mit den gesehenen Kunstwerken, sondern auch eine bemerkenswerte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Unterschied zwischen Herstellungszeit der Bilder und der Gegenwart:

 

Betrachtet man das erste Bild (siehe oben), den „Landausflug“ von Fernand Léger aus dem Jahr 1954, dann sieht man, dass Erika Grundmann den eigentlich liegenden weiblichen Akt mit einem gelben einteiligen Badeanzug bekleidet. Erinnert sie daran, dass der 1946 neu erfundene Bikini 1954 noch heftig umstritten war?

2 JanaWessel

 

Jana Wessel beschäftigte sich mit dem „Bildnis des Dichters Theodor Däubler“, 1927 von Otto Dix gemalt (zweites Bild). Der eher progressive Dichter Däubler wäre sicherlich damit einverstanden, dass die Windkrafttechnik in sein Portrait Einzug gehalten hat.

3 AnnaLenaFroehlich

 

Anna Lena Fröhlich versetzte Richard Lindners Pop Art „Disneyland“ (1965) mit der Jahreszahl 2018 und einem Handy in die Gegenwart (drittes Bild).

 4 JannikaBraasch

Jannika Braasch arbeitete Sol LeWitts „Rotes Quadrat, weiße Buchstaben“, viertes Bild, von 1963 hervorragend auf die heutige Zeit um: ist beim Original das mittlere Quadrat ausgespart und zeigt die reale Wirklichkeit, so fügt Jannika dort einen Spiegel ein, der die Wirklichkeit nur „vorspiegelt“ – ist dies ein analoger Hinweis auf die heutige digitalisierte Welt in der Wirklichkeit auf so vielfältige Weise erzeugt wird? 

 5 MarlonWeiler

Das fünfte Bild wurde von Marlon Weiler produziert: In der Nachfolge Andy Warhols und dessen Fabrikationsmethoden von Kunstwerken gestaltete er den „Roten Rassenaufruhr“ von 1963 mit heutigen Vervielfältigungsmethoden und einem Bild der Unruhen auf dem Tahirplatz, wo sich 2011 die ägyptische Revolution ereignete.

 

Hätte man in den letzten Jahren alle Abschlussarbeiten der Kunstkurse gesammelt, dann wäre auf diese Art und Weise ein großartiges Museum für moderne Kunst entstanden.

 

facebook_page_plugin
#fc3424 #5835a1 #1975f2 #2fc86b #f_syc9 #eef77 #020614063440