This website works best with JavaScript enabled
logo   BildHeader

Die Reaktionen auf die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zu Papst Benedikt XVI. sind in Deutschland und Europa etwas verhalten. Einige Schülerinnen und Schüler haben schon nachgefragt, wie man ihn den einzuschätzen habe (konservativ? Zu Reformen bereit? Was wird mit den Frauen in der kath. Kirche?). Vielleicht geben einige Pressestimmen einen Eindruck. Letztlich kann man sagen: Die Päpste der letzten Amtszeiten waren für manche (positive) Überraschung gut, hoffen wir das Beste. Schließlich hat der Heilige Geist ja auch noch ein Wörtchen mitzureden ;-) Über Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Relilehrer oder Pfarrer, aber nicht die Theater-AG, die hält derzeit nur für das Login her...Eure BRL
Hier folgen einige europäische Pressestimmen ...

"De Volkskrant", Niederlande: "Es ist einigermaßen überraschend, daß die Wahl auf einen ausgesprochenen Kurienkardinal gefallen ist, der zwar als höchst gebildeter Theologe zu Buche steht, aber fast gar keine pastorale Beziehung zu den Nöten des kirchlichen Alltags hat. Als deutscher Prälat ist er auch kein geborener Inspirator für das weniger kopfgesteuerte religiöse Leben in den Wachstumsgebieten der Kirche. Die Kirche von Rom wird geleitet von einem alten Mann, der ohne göttlichen Eingriff höchstens ein Übergangspapst sein kann." 

"Information", Dänemark: "Seit dem Tod von Papst Johannes Paul II. galt der deutsche Kardinal Jospeh Ratzinger als natürlicher Nachfolger. Trotzdem kommt die Nachricht von seiner Wahl zum Papst mit Namen Benedikt XVI. wie eine Bombe. Ratzinger ist genauso konservativ und doktrinär, wie es Karol Wojtyla war."

"La Stampa", Italien: "Nach dem großen Johannes Paul II. wird er nicht einfach eine Kopie seines Vorgängers sein. Die Kardinäle hätten ihn nicht bereits im vierten Wahlgang gewählt, wenn sie dies erwartet und gewollt hätten. Er wird aber auch nicht der finstere Hüter des Glaubens sein, wie ihn einige ungerechter Weise sehen - als einen Zuchtmeister, kalt und starrsinnig. Nach seinem Temperament, seiner Erziehung und seiner Kultur ist Ratzinger eine komplexe Persönlichkeit, zugleich mit einer manchmal entwaffnenden Einfachheit."

"Washington Post", USA: "Papst Benedikt XVI. kann viel Gutes tun, wenn er sich klar und offen gegen Bigotterie und religiöse Vorurteile äußert, von denen es in dieser Welt mehr als genug gibt. Wir hoffen auch, daß dieser Papst, wie sein Vorgänger, sich gegen die Diktatoren dieser Welt stellt und sich für die freie Glaubensausübung von Katholiken und anderen Religionen einsetzt."

"The Independent", Großbritannien: "Die Wahl einer so reaktionären Gestalt wird auch viele außerhalb der Kirche verärgern. In zentralen Fragen wie der Verbreitung von Aids in Afrika und Asien, der Unterdrückung von Frauen in der Dritten Welt oder der Position von Homosexuellen in der Gesellschaft hat die katholische Kirche ihre Stimme erhoben und damit großen Schaden verursacht. Papst Benedikt XVI. mag das Charisma von Johannes Paul fehlen, aber er wird wahrscheinlich genauso wie dieser seine politischen Ansichten von sich geben und sich traurigerweise mit ebenso großer Wahrscheinlichkeit auf die falsche Seite schlagen. Der weiße Rauch aus dem Schornstein des Vatikans hat eine schnelle Entscheidung bekannt gegeben - und die Fortsetzung des Krieges des Vatikans mit der modernen Welt."

"Corriere della Sera", Italien: "Die Kirche vertraut sich einem Mann von 78 Jahren mit einem kindlichen Gesicht an, einem Schüchternen mit großer Energie und einer Kultur, die Augustinus in nichts nachsteht. Er wird ein geliebter und gefürchteter Papst sein, ein Intellektueller mit Zügen eines Hirten."

"La Repubblica", Italien: "Seine Reise nach Köln hat er schon bestätigt, aber er hat auch durchblicken lassen, daß er nach Polen fahren will, in das Heimatland seines Vorgängers Karol Wojtyla. Das ist nicht nur eine formelle Ehrung, eine protokollarische Geste. Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln. Dies wird gleichzeitig ein politisches und spirituelles Pontifikat werden, das auch reich an Überraschungen ist."

"Rzeczpospolita", Polen: "Benedikt XVI. muß nicht alle brennenden Probleme lösen, vor denen der Katholizismus heute steht. Er muß jedoch vor allem ein Mensch mit lebendigem Glauben und ein Zeuge der Gegenwart Gottes auf der Welt sein."

"Sun", Großbritannien: "Vom Hitler-Jungen zum Papa Ratzi."

BILD: "Wir sind Papst!"

Weitere Beiträge

facebook_page_plugin
#fc3424 #5835a1 #1975f2 #2fc86b #f_syc9 #eef77 #020614063440