Ein Unterrichtsbesuch in der 5. Klasse

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Am RWG-Infotag konnten unter vielen anderen Programmpunkten Schülerinnen und Schüler der vierten Grundschulklassen mit ihren Eltern sowie der 10.Klassen den Unterricht der 5.Klassen bzw. 11. Jahrgangsstufe besuchen. Wie dieses Angebot von den Besuchern angenommen wurde, soll am folgenden Beispiel gezeigt werden.

 

Schon um 7.40 Uhr Uhr hatten sich die ersten Interessenten vor dem Raum der Klasse 5d eingefunden und bald füllte sich das Klassenzimmer  bis auf den letzten herbeigeschafften Zusatzstuhl. Nur die Hälfte der 5d sollte diese Mathematikstunde tragen, so dass die Kinder des vierten Schuljahres zwischen ihnen Platz nehmen konnten.  Die zweite Hälfte kam um 11.00 Uhr in einer Neuauflage zum Einsatz. Mit Hilfe einer kleinen Geschichte führte der Mathematiklehrer und Klassenleiter, Herr Stützel, das Thema der Stunde ein: "Zählen-ganz einfach?"

Vier ehemalige Schüler trafen sich nach 20 Jahren im Gasthaus des Dorfes. Einer bemängelte die Anfahrt: "Wie sich unser Dörfchen verändert hat! So viele Kreuzumgen mit Ampeln. Dabei besteht es nur aus vier geraden Straßen". Anschließend wollten sich die vier Männer auf die vier reservierten Stühle setzen, hatten aber Probleme mit der Sitzreihenfolge. Endlich stand das Essen auf dem Tisch, als jeder der Männer jedem anderen eine gute „Mahlzeit“ zusprach. Zur besseren Verdauung wurde anschließend ein Tischtennisturnier geplant, bei welchem jeder einmal gegen jeden spielen sollte. Am Nachmittag stellten die Männer jeweils ein kleines Zelt auf, so dass ein viereckiger kleiner Zeltplatz entstand. Da sie sich ständig gegenseitig besuchten, entstanden auf der frischen Wiese Trampelpfade zwischen den Zelten. Zufrieden schliefen sie am Ende eines schönen Tages ein.
Hieraus ergaben sich einige Fragen:  Wie viele Kreuzungen können die Straßen maximal haben, wie viele Sitzmöglichkeiten haben die vier Männer, wie oft hört man das Wort "Mahlzeit", wie viele Tischtennisspiele fanden statt und wie viele Verbindungspfade gab es zwischen den Zelten?
Nicht nur die Schüler der Grundschulen mit den Gymnasiasten sondern auch etliche Eltern diskutierten über die Lösungen und bald waren diese korrekt gefunden und begründet worden. Darauf wurden die entsprechenden Aufgaben für fünf Straßen bzw Männer gestellt und dann waren die zugehörigen Gesetzmäßigkeiten  zu finden. Hierbei präsenierten auch einige Kinder der vierten Klasse ihre Ideen an der Tafel.

Die konzentrierte Mitarbeit aller Anwesenden trug zu einer interessanten Mathematikstunde bei und der Mathematiklehrer freute sich, dass endlich einmal genügend kleine und große Schüler (es befanden sich etwa 65 Personen im Raum) seinem Unterricht beiwohnten. Bleibt zu hoffen, dass man in Mainz keinerlei Kunde von diesem Projekt erhält, da zu befürchten ist, das demnächst dann alle Schulklassen auf 65 Schüler aufgestockt werden.

erik
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