Ein Vortrag über Nanotechnologie

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Er zählt mittlerweile zu den führenden Forschern auf dem Gebiet der Nanotechnolgie: Dr. Andreas Gutsch referiert auf Einladung des Förderkreis des Rhein-Wied-Gymnasiums (RWG) am

Montag, 7. April, um 19 Uhr in der Aula der Schule.

Für Gutsch ist es auch eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Denn 1984 „baute“ der Chemieingenieur am RWG sein Abitur – mit der Durchschnittsnote 1,9.

Freuen können sich insbesondere Technikinteressierte auf den 7. April, denn ihnen erklärt Gutsch unter dem Motto „Nanoschicht mit Megaleistung“ die Geheimnisse einer Technologie, die die Produktion besonders leistungsfähiger, langlebiger und sicherer Lithium-Ionen-Batterien ermöglicht.

Welchen Stellenwert die dementsprechenden Forschungen Gutschs besitzen, beweist die Tatsache, dass eine Fachjury ihn und zwei Kollegen für den Deutschen Zukunftspreis 2007 nominierten. Den Sprung ganz nach oben auf das Treppchen verpasste das Trio zwar, aber als eines von vier Preisträgern erhielt es eine Auszeichnung von Bundespräsident Horst Köhler. Bereits 2002 hatte man Gutsch den mit 25?000 Euro dotierten Dechema-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung verliehen.

Unter Fachleuten besitzt Dr. Andreas Gutsch deshalb ein so hohes Ansehen, weil seine Forschungen mit der Lithium-Ionen-Batterie die Automobilproduktion revolutionieren könnte. Viele Hersteller sind mittlerweile davon überzeugt, dass Elektromotoren die Fahrzeuge der Zukunft antreiben werden. Das wird auch in verschiedenen populärwissenschaftlichen Artikeln, wie beispielsweise im „Spiegel“ deutlich. Das renommierte Magazin beschäftigte sich Ende des vergangenen Jahres ausführlich mit Gutschs Arbeit.

Der ehemalige Neuwieder ist mittlerweile Geschäftsführer der Firma LiTec, einer Tochter des Chemieriesen Evonik. Den Fachleuten des kleinen Unternehmens aus dem sächsischen Kamenz ist es gelungen, das Brandproblem, dem sich Lithium-Ionen-Batterien bislang häufig ausgesetzt sahen, in den Griff zu bekommen. Sie haben eine flexible, hauchdünne Keramikmembran entwickelt, die Temperaturen bis zu 450 Grad aushält. Für Gutsch ist klar, dass man damit den bisher auf dem Batteriegebiet führenden Asiaten – Toyota testet Lithium-Ionen-Akkus seit einiger Zeit – bald Konkurrenz machen kann. Das wäre nicht nur für Gutsch gut für den Technologie-Standort Deutschland. Man sieht: Dem RWG-Förderkreis ist es gelungen, einen Mann mit zukunftsweisenden Ideen (zurück) in die Deichstadt zu holen.