Berlin, Berlin ... wir fuhren nach Berlin!

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Am 2. Mai 2004 war es endlich soweit: nach einem überraschenden, und ebenso schwer erkämpften Sieg im Landesfinale Volleyball WK 2, fuhren wir, Schülerinnen des Rhein-Wied-Gymnasiums Neuwied, zum ersehnten Bundesfinale nach Berlin.
Mit schweren Koffern und Rucksäcken standen wir am Bahnhof Neuwied und planten den, für viele von uns ersten Aufenthalt in Deutschlands Hauptstadt. Was würde uns dort erwarten? Würden wir gegen die Sportgymnasien des
Ostens standhalten können? Auch wenn wir uns bei den Wettkämpfen
keine großen Chancen ausrechneten, so setzten wir uns dennoch zwei Ziele:
1. Unser Bestes geben, kommen was mag,
2. Auf keinen Fall Letzter werden
Mit unseren Betreuern, Gudrun Bohl und Wolfgang Becker, am Berliner Ostbahnhof angekommen, machten wir uns nach der Begrüßung des Jugend-trainiert-für-Olympia-Teams auf den Weg zu unserer Unterkunft. Wir wurden in einem modernen Jugendhotel in Westberlin/Schöneberg untergebracht.
Am gleichen Nachmittag machten wir noch eine Sight-Seeing-Tour und besichtigten die Stadt mit vielen ihrer Sehenswürdigkeiten (Brandenburger Tor, Reichstagsgebäude, Siegessäule etc). All die schönen Plätze , die Menschen dort mit ihrer Berliner Frohnatur, beeindruckten uns - kurz gesagt: Die Großstadtluft tat uns gut! Der Schulstress war wie weggeblasen.
Am Dienstag Morgen fieberten wir nun den Wettkämpfen entgegen. Auf drei Mannschaften würden wir in der Vorrunde treffen: Bremen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg.
Das Blankenburger Gymnasium aus Sachsen-Anhalt besiegte uns klar in 2 Sätzen. Die Spiele gegen Bremen und Baden-Württemberg jedoch, in denen wir auf einmal bemerkten, dass wir doch gar nicht so chancenlos waren wie wir gedacht hatten, verloren wir leider doch sehr knapp in jeweils 3 Sätzen.
Die Chance, unter die ersten 8 zu kommen, war somit vertan. Trotz Enttäuschung waren wir doch gewillt, bei den Spielen am folgenden Tag nochmals zu kämpfen und alles aus uns herauszuholen. Es ging um die Plätze 13-16.
Gesagt, getan: Ein Sieg gegen Hamburg (2:0). Erleichterung machte sich breit. Letzter konnten wir nun nicht mehr werden. Das Spiel um Platz 13 gaben wir dann nach einem harten Kampf in fast unerträglicher Hitze, die in der Halle herrschte, wieder knapp in drei Sätzen ab.
Trotz der wirklich unglücklich verlorenen Spiele an den beiden Wettkampftagen waren wir nun mit unserem 14 Platz doch recht zufrieden. Und auch unsere späte Rückkehr an diesem Abend hielt uns nicht davon ab, uns doch noch eine gemütliche Coctailbar zu suchen und auf unsere Platzierung anzustoßen.
Am Freitag nutzten wir den wettkampffreien Tag und zogen in Grüppchen los, um Berlin unsicher zu machen. Am gleichen Abend waren wir dann mit all den anderen rheinland-pfälzischen Sportlern in der Botschaft unseres Bundeslandes zu einem Empfang eingeladen. Nach Rede und Gratulationen stürzten wir uns auf das Buffet.
Nach unserem Besuch in der Botschaft machten wir uns auf zum Velodrom, wo das Finalspiel der Jungen und die darauf folgende Abschlussveranstaltung von Jugend-trainiert-für-Olympia stattfinden sollte. Nach Siegerehrung, wirklich guten Sport - und Showacts, fand noch eine Abschlussdisco statt, die mit ausschließlicher Hip-Hop-Musik zwar nicht jedem Geschmack entsprach, in der aber trotzdem richtig Stimmung herrschte.
Dies war unser letzter Tag in Berlin, denn am nächsten Morgen, ging es schon früh an den Bahnhof, um die Heimreise anzutreten. Wir mussten unser liebgewonnenes.Berlin verlassen. Glücklicherweise waren unsere Spiele so gelegt worden, dass wir vieles, wenn auch nicht alles, von Berlin sehen konnten. Man muss auch noch sagen, dass Fahrt, Unterkunft und Verpflegung (alles vom Land Rheinland-Pfalz gesponsert) wirklich super waren. All das hat unseren Aufenthalt in Berlin wirklich zu einem unvergessenen Erlebnis werden lassen.
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